Nachdem die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Landes ohne Ergebnis endete, folgte am vergangenen Donnerstag und Freitag die zweite Verhandlungsrunde in Dietzenbach. Die Gewerkschaften forderten weiterhin eine Entgeltsteigerung von 6% für die rund 45.000 Landesbeschäftigten. Dem entgegen legte Innenminister Peter Beuth den Gewerkschaften ein Angebot vor. Nach langen Verhandlungen erfolgte endlich eine Einigung. Diese beträgt eine Erhöhung des Entgelts von 2,0 Prozent rückwirkend ab dem 1. März 2017, mindestens aber 75 Euro als soziale Komponente des Vertrags. Für das Folgejahr erfolgt eine weitere Erhöhung von 0,2 Prozent ab dem 1. Februar 2018. Auszubildende erhalten jeweils 35 Euro mehr sowie einen weiteren Urlaubstag.

Der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Hessen, Matthias Zimmer, zeigt sich erfreut über die positiven Veränderungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Besonders lobenswert findet er die Einführung des Jobtickets, welches den Bediensteten eine kostenlose Nutzung des ÖPNV ermöglicht sowie die Festlegung auf eine stufengleiche Höhergruppierung, welche einen Rückfall in eine niedrigere Stufe verhindert. Jedoch hätte Zimmer sich eine Anpassung an die Einigung der Tarifgemeinschaft der Länder bezüglich der Erhöhung des Entgelts auch vorstellen können. Zusätzlich fordert Zimmer eine Ãœbertragung auf die Beamten: "Die Ergebnisse der Tarifergebnisse sollen für die Angestellten genau das gleiche bedeuten, wie für die Besoldung der Beamten."

Zimmer betont die Würdigung der geleisteten Arbeit der hessischen Beamtinnen und Beamten, insbesondere vor dem Hintergrund der nationalen Herausforderungen im Flüchtlingsbereich. "Eine angemessene Wertschätzung und Anerkennung dieser Leistung braucht mehr als eine Erhöhung der Bezüge", bekräftigt Zimmer. Die Kürzung der Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten um eine Wochenstunde, welche ab August 2017 greife, sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewesen. Daran müsse man anknüpfen, eine Nullrunde für unsere Beamten und Beamtinnen darf es nicht wieder geben, so Zimmer abschließend.

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