Der hessische CDU-Europaabgeordnete Thomas Mann begrüßt die soeben vom EP-Plenum mit 619 Ja-, bei 69 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen beschlossene Schaffung der Europäische Plattform gegen Schwarzarbeit: "Sie ist ein Paradebeispiel für den europäischen Mehrwert. Statt getrennt darüber nachzudenken, wie sich Schwarzarbeit verhindern lässt, werden die zuständigen Behörden bewährte Praktiken aus den Mitgliedstaaten austauschen. Daten sollen gemeinsam genutzt und operative Maßnahmen koordiniert werden. All das wird durch die neue Plattform geleistet - zu vertretbaren Kosten von 2,1 Millionen Euro pro Jahr aus Mitteln von PROGRESS. Das ist ein riesiger Fortschritt im Kampf gegen Schwarzarbeit!"

"Mir ist wichtig, dass die von der Plattform auszuarbeitenden Durchsetzungs-Leitlinien nicht verpflichtend sind. Dadurch bleiben effektive nationale Kontrollsysteme unbeeinträchtigt. Bedauerlicherweise waren der früheren EU-Kommission die präzisen Kontrollen auf deutschen Baustellen ein Dorn im Auge. Sie schreckte nicht vor einer Klage vor dem EuGH zurück - und verlor. Die neue Juncker-Kommission mit der zuständigen Kommissarin Marianne Thyssen agiert mit mehr Fingerspitzengefühl und Augenmaß", sagte Mann in seiner Rede vor dem Plenum am heutigen Morgen.

"Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt. Allein in Deutschland machte ihr Volumen im vergangenen Jahr geschätzte 340 Milliarden Euro aus. Wer Scheinrechnungen ausstellt, wer Sozialversicherungs-Beiträge bandenmäßig hinterzieht und wer damit der Gesellschaft erheblich schadet, der muss mit Haftstrafen rechnen!"

"Die Praxis hat eindeutig bewiesen, dass sich Missbrauch und Schattenwirtschaft nur durch ein hohes Kontrollniveau bekämpfen lassen! Hierdurch entsteht ein starker Binnenmarkt mit breiter Akzeptanz. Eine gute Basis dafür ist der jetzt im Trilog der EU-Institutionen gefundene Kompromiss", sagte Mann abschließend.

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