Pflegeberufe sind derzeit die größte Berufsgruppe im Gesundheitsbereich und immer noch fremdbestimmt. Zudem sind Pflegeberufe den Heilberufen bislang unterstellt. Dies soll durch die Einrichtung von Pflegekammern als Selbstverwaltungsgremien geändert werden. Bislang gibt es Pflegekammern in Rheinland-Pfalz. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen steht die Einrichtung der Kammern unmittelbar bevor. Auch Nordrhein-Westfalen, Berlin und das Saarland stehen einer Einrichtung positiv gegenüber.

"Mit der Einrichtung von Pflegekammern sollen Pflegeberufe den Heilberufen wie Ärzten oder Apothekern gleichgestellt und somit aufgewertet und professionalisiert werden", argumentiert der Landesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Hessen, Matthias Zimmer. Durch die Einrichtung von Pflegekammern sind Pflegeberufe anderen verkammerten Berufsgruppen endlich gleichgestellt. Dies führt außerdem dazu, dass Pflege eine einheitliche und stärkere Stimme in der Politik und Öffentlichkeit erhält sowie zur Entlastung der öffentlichen Verwaltung. "Einheitliche Standards soll eine Bundespflegekammer festlegen. Der Startschuss dafür fiel bereits am 15. August 2017, mit der Errichtung einer Gründungskonferenz. Diese hat insgesamt ein Jahr Zeit, um alle nötigen Vorbereitungen zu treffen", erklärt Zimmer.

Eine Aufgabe der Pflegekammern ist es, die Berufsbilder in der Pflege entsprechend dem wissenschaftlichen Fortschritt und dem sich wandelnden Bedarf einer alternden Gesellschaft weiterzuentwickeln. Des Weiteren sollen sie die Berufspflichten und -ausübung regeln und überwachen. "Pflegekammern vertreten den Berufsstand der Pflege nach innen und außen und sollen insgesamt zur Qualitätssicherung dienen", so Zimmer.

Die CDA Hessen wird sich innerparteilich dafür einsetzen, dass diese Forderung in das Wahlprogramm der CDU Hessen zur Landtagswahl aufgenommen wird.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag