LAUTERBACH (ws). Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft des Vogelsbergkreises scheut keinen Höhenflug. Im Zuge einer Sommerreise machte der Chef der hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, als Gast der CDA in Lauterbach Station. Dabei erklommen Besucher und Gastgeber auch den mehr als 30 Meter hohen Turm der Stadtkirche und genossen den Blick über die Dächer der Kreisstadt, besuchten eine Wohngruppe unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge, um schließlich im Posthotel Johannesberg im Kreise heimischer CDU-Mandatsträger und Vertretern der regionalen Presse aktuelle politische Themen zu diskutieren. Der Minister war dabei in all seinen politischen "Nebenjobs" gefordert, trägt er doch Verantwortung als Demografiebeauftragter und als Flüchtlingskoordinator der Landesregierung und ist zudem hessischer Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises von CDU und CSU.

CDA-Kreisvorsitzender Werner Stoepler konnte dabei trotz Ferienzeit zahlreiche Gesprächspartner von Rang begrüßen: den Wahlkreisabgeordneten im Landtag, CDA-Mitglied Kurt Wiegel, den CDU-Kreisvorsitzenden und Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak, den Lauterbacher Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller, den Ersten Stadtrat und ehrenamtlichen Wirtschaftsdezernenten der Kreisstadt, CDA-Kreisvorstandsmitglied Lothar Pietsch, den Lauterbacher Flüchtlingskoordinator Michael Duschka (auch Seniorenbeiratsvorsitzender und früherer CDA-Vorsitzender in der Kreisstadt) sowie den Fraktionsvorsitzenden im Stadtparlament, Felix Wohlfahrt. Die Führung durch die evangelische Stadtkirche hatte die Vorsitzende des Kirchenvorstands, Jutta Heß übernommen, assistiert von Bürgermeister Vollmöller. Für einige katholische Parteifreunde war es im Lutherjahr der erste Aufstieg auf den Turm des Gotteshauses und die erste Führung mit baugeschichtlichen Erläuterungen durch das den Marktplatz dominierende Kirchengebäude.

Einen intensiven Meinungsaustausch gab es zuvor mit jugendlichen Flüchtlingen aus Albanien, Eritrea und Afghanistan. Die zwölf jungen Männer werden von den Schottener Sozialen Diensten betreut, einer gemeinnützigen GmbH, die auch in der Kinder- und Jugendhilfe, der Altenhilfe und der Behindertenhilfe aktiv ist. Gesprächspartner waren hier unter anderem Geschäftsführerin Silke Becker und die Team-Leiterin der Lauterbacher Wohngruppe, Sylvia Meyer-Nahrgang.

Am Tag des Besuchs gab es laut den aktuellsten Daten genau 5689 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Hessen zu betreuen, so Minister Wintermeyer. Das Land Hessen wende inzwischen 1,4 Milliarden Euro für Integrationsmaßnahmen von Flüchtlingen auf. Die Situation in Lauterbach zeichne sich durch ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement aus, berichteten die heimischen Kommunalpolitiker. Die jungen Leute in der Wohngruppe besuchen Schulen und sprechen nach einem rund zweijährigen Aufenthalt im Vogelsberg bereits gut Deutsch. Acht Jugendliche haben eine Lehrstelle gefunden, niemand bleibe unversorgt, nachdem zuvor fleißig Betriebspraktika absolviert wurden.

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